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Geschätzte Lesezeit: 10 Minuten
Die Gehaltsverhandlung Handwerk bringt viele Vorteile – und sie ist angesichts der aktuellen Marktsituation geradezu überfällig. Die Nachfrage nach qualifizierten Handwerkerinnen und Handwerkern ist hoch, doch die Lohnentwicklung hält vielerorts nicht Schritt (DIHK: Fachkräftesicherung).
Typische Anlässe für eine gehaltserhöhung handwerk sind der Ausgleich der Inflation – denn was vor zwei Jahren ein gutes Gehalt war, reicht heute mit steigenden Preisen oft nicht mehr aus (bpb: Inflation und Lohnentwicklung). Ebenso sind neue Aufgaben, z.B. Azubis einarbeiten, Teamverantwortung oder der Meistertitel, überzeugende Argumente.
Die Vorteile einer erfolgreichen Verhandlung gehen weit über das monatliche Mehr an Netto hinaus: Du bekommst mehr Wertschätzung, stärkst deine Position für künftige Veränderungen und sicherst dir Entwicklungsmöglichkeiten.
Unser Tipp: Wer sich aktiv weiterbildet, verbessert nicht nur seine Skills, sondern auch die Argumente für eine Gehaltserhöhung. Mehr dazu bei Handwerker Karriereweg.
Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung Handwerk beginnt immer mit gründlicher Vorbereitung. Der erste Schritt ist der Blick auf den Tariflohn Handwerk. Tariflöhne werden zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ausgehandelt und gelten – je nach Betrieb – für verschiedene Berufe und Regionen. Ob dein Betrieb an einen Tarif gebunden ist, findest du über den Betriebsrat, die Personalabteilung oder direkt bei IG Metall oder im Tarifregister NRW heraus.
Ehrliche Selbsteinschätzung gehört dazu: Was unterscheidet dich im Alltag von anderen? Übernimmst du Projekte, Qualitätsprüfungen oder springst flexibel ein? Erhalte positives Feedback oder bist ständig auf dem neuesten Stand? Das solltest du mit Beispielen belegen – z.B. Lob von Kunden, Workshop-Nachweise, Zeugnisse.
Der dritte Baustein: Recherche der aktuellen gehaltsspanne handwerker. Die Gehaltsspanne zeigt, wie viel in deinem Beruf mit deiner Qualifikation und Region verdient wird. Hilfreich sind Online-Gehaltsreporte wie Lohnspiegel oder Branchenportale. Setze dir ein Wunschgehalt und eine Mindestgrenze, mit der du noch zufrieden bist.
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend. Lade nicht mitten im größten Stress zu einem Gespräch ein, sondern sprich nach einem erfolgreichen Projekt, während eines regulären Mitarbeitergesprächs oder nach einer Weiterqualifizierung über deine Gehaltsverhandlung Handwerk.
Bring alle Unterlagen mit: Leistungsnachweise, deinen Meisterbrief, Workshop-Bescheinigungen, Marktdaten – alles, was dich und deine Forderung stützt.
Definiere ein klares Ziel: Was willst du erreichen – und was ist deine Untergrenze? Bleibe dabei stets höflich, sachlich und strukturiert. Nutze Ich-Botschaften und bring maximal drei klare Argumente, z.B.: „Ich wünsche mir eine Anpassung meines Gehalts, weil ich mehr Verantwortung übernommen habe und meine Aufgaben gestiegen sind.“
Rechne mit Einwänden und bleibe ruhig. Höre zu, frage nach Lösungen und bringe dich mit Zielvereinbarungen ins Spiel.
Bei der Gehaltsverhandlung Handwerk geht es längst nicht nur ums Grundgehalt. Viele Arbeitgeber vergeben ein Lohnplus Handwerk, das Oberhalb des Tariflohns liegt – etwa für spezielle Kenntnisse, Maschinenführerschein, Schichtarbeit oder über Einzelvereinbarungen (BAuA: Praxiswissen Handwerk).
Auch Benefits können den Ausschlag geben: Tankgutscheine, Arbeitskleidungspauschalen, betriebliche Altersvorsorge, Weiterbildungen oder flexible Arbeitszeiten. Gerade steuerfreie Zusatzleistungen bringen beiden Seiten Vorteile (Haufe: Steuerfreie Benefits).
Besonders gefragt: Mehr zur work-life-balance handwerk und flexiblen Arbeitszeitmodellen findest du im separaten Beitrag.
Urlaubsgeld Handwerk ist in vielen Betrieben durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung geregelt (Lohnspiegel: Urlaubsgeld). Gibt es keine feste Regel, sprich es offen an. Gleiches gilt für Weihnachtsgeld Handwerk (Lohnspiegel: Weihnachtsgeld). Unterstreiche den Stellenwert dieser Sonderzahlungen sachlich.
Du möchtest eine gehaltserhöhung handwerk? Vergleiche vorher das Angebot deines Chefs mit offiziellen Branchen- und Tarifdaten, beachte regionale Unterschiede und die Gehaltsspanne Handwerker (Lohnspiegel). Als Richtwert: Übliche Gehaltserhöhungen liegen – sofern kein Karrieresprung – bei etwa 3–7% pro Jahr.
Bewährte Formulierungen: „Ich würde gerne über mein Gehalt sprechen, weil ich in den letzten Monaten durch die Leitung wichtiger Projekte und die Einarbeitung neuer Kollegen deutlich mehr Verantwortung übernommen habe.“ Oder: „Auf Grundlage meiner Leistungen und der aktuellen Marktsituation halte ich eine Anpassung um 200 Euro brutto monatlich für angemessen.“
Kommt dein Wunsch noch nicht an: „Können wir gemeinsam überlegen, wie ich die nächsten Schritte gestalten kann, um das gewünschte Gehalt zu erreichen?” oder „Welche Ziele müsste ich erreichen, damit wir mein Gehalt anpassen?“
Wird abgelehnt, frage nach den Gründen und schlage ein weiteres Gespräch vor. Zeig Hartnäckigkeit – freundlich, aber bestimmt!
Extra-Tipp: Mehr Mustertexte und Vorlagen findest du bei Handwerker Lebenslauf und Bewerbung.
Die Gehaltsverhandlung Handwerk ist ein legitimes Mittel, den eigenen Wert sichtbar zu machen und Arbeitsbedingungen aktiv zu gestalten. Mit Vorbereitung, selbstbewusster Kommunikation und Orientierung an Tariflohn Handwerk sowie Marktdaten hast du beste Chancen auf eine Gehaltserhöhung Handwerk oder ein attraktives Lohnplus.
Checkliste für deine nächste Gehaltsverhandlung im Handwerk:
Nutze diese Punkte als Leitfaden – dann bist du bestens vorbereitet. Denke immer daran: Gute Arbeit im Handwerk darf und sollte selbstbewusst vertreten werden. Gehaltsverhandlungen sind heute selbstverständlich. Nutze sie, um für dich mehr rauszuholen – es lohnt sich!
Schon bald bieten wir eine PDF-„Checkliste Gehaltsverhandlung Handwerk“ zum Download, mit allen wichtigen Schritten und Stichpunkten aus diesem Artikel – von der Recherche bis zur Formulierung von Benefits.
Für deine Recherche und praktische Unterstützung empfehlen wir diese Anlaufstellen:
Hast du Fragen oder möchtest eine persönliche Beratung zu Tariflohn Handwerk oder Gehaltsspanne Handwerker? Nutze die Sprechstunden der Handwerkskammer oder deine Gewerkschaft. So gehst du bestens informiert in die Verhandlung und zeigst, was in dir steckt!
Mach den ersten Schritt – deine nächste Gehaltsverhandlung ist die beste Gelegenheit!
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung im Handwerk?
Am sinnvollsten sind ruhige Phasen – etwa nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt, bei Jahres- oder Entwicklungsgesprächen oder nach einer Weiterqualifizierung. Hektische Zeiten oder starke Auftragslagen sind eher ungeeignet.
Wie hoch kann ich eine Gehaltserhöhung im Handwerk fordern?
Übliche Lohnerhöhungen im Handwerk bewegen sich – ohne Positionswechsel – zwischen drei und sieben Prozent jährlich. Größere Sprünge sind meist nur bei Übernahme neuer Verantwortung oder Aufgaben möglich.
Was tun, wenn mein Betrieb keinen Tarifvertrag hat?
Dann kannst du dich an den regionalen Tariflöhnen orientieren und diese als Argumentationshilfe einbringen. Nutze für deine Forderung die Daten von z.B. Lohnspiegel.de oder dem Tarifregister.
Was ist, wenn mein Chef die Gehaltserhöhung ablehnt?
Bleib freundlich, frage nach konkreten Gründen und schlage eine Zielvereinbarung oder ein Wiederholungsgespräch in einigen Monaten vor. Schriftlich fixierte Ziele helfen dir beim nächsten Versuch.
Welche Argumente überzeugen bei einer Gehaltsverhandlung besonders?
Konkrete Beispiele für Mehrleistung, höherwertige Aufgaben, erworbene Zusatzqualifikationen, Feedback von Kunden oder besonders hohe Flexibilität. Bereite solche Belege vor!